cumino orientale con paletta
Gewürze

Kreuzkümmel und Kümmel – zwei Brüder, und doch so anders

Kreuzkümmel und Kümmel sind, botanisch gesehen zwar miteinander verwandt, sind aber in Geruch und Geschmack komplett verschieden.

 

Da sie vom Aussehen her ähnlich sind, werden sie jedoch oft miteinander verwechselt.

Kreuzkümmel

 

Kreuzkümmel

 

Kreuzkümmel stammt ursprünglich aus Aegypten und wird heute in ganz Nordafrika, in Spanien, Iran und Indien angebaut.

Man findet ihn in Gerichten aus Indien, Nordafrika und dem Nahen Osten, aber auch in der ayurvedischen, der jamaikanischen und der mexikanischen Küche.

Ausserdem ist er in vielen Gewürzmischungen vorhanden. Zum Beispiel im nordafrikanischen Ras-el-hanout, im indischen Garam Masala und im kreolischen Cajun.

Er ist auch ein Hauptbestandteil fast aller Currymischungen.

In indischen, nordafrikanischen oder südamerikanischen Kochbüchern wird er oftmals einfach als Kümmel beschrieben.

In diesen Ländern ist nur der Kreuzkümmel bekannt und wird daher nicht speziell gekennzeichnet.

Kreuzkümmel wird auch indischer Kümmel genannt, wegen seiner Herkunft. Ein weiterer Name ist auch «römischer Kümmel». Dies, weil die Römer ihn nach Europa brachten und Kreuzkümmel im römischen Reich als Gewürz – und Heilpflanze sehr beliebt war.

Er hat einen intensiven Geschmack und riecht warm und erdig. Es gibt Menschen, die sagen, dass Kreuzkümmel nach Schweiss riecht, was ja dann nicht so «gluschtig» ist. Sicher ist es so, dass man ihn entweder liebt, oder dann gar nicht ausstehen kann 😊

Wer schon mal in Marokko war, wird sich immer an seinen Geruch erinnern. Dort wird er nämlich in grossen Mengen verwendet. Er wird dort nicht in Prisen abgemessen, sondern in Handvoll.

Hervorragend schmeckt er in Gerichten mit Hülsenfrüchten oder in Tajines, oder in Currygerichten oder mit Gemüse oder, oder, oder….eigentlich überall.

Gemahlener Kreuzkümmel verliert sein Aroma schnell. Ich empfehlen dir daher, gemahlenen Kreuzkümmel nur in kleinen Mengen, oder besser, ganze Samen einzukaufen.

Die ganzen Samen kannst du in einer Pfanne trocken anrösten, bis sie wunderbar duften und dann in einem Mörser mahlen.

Der schon gemahle Kreuzkümmel ist etwas einfacher zu verwenden, du kannst ihn einfach während des Kochens dazugeben. Um seinen Geschmack zu intensivieren, kannst du jedoch auch den Gemahlen leicht trocken anrösten und erst dann die anderen Zutaten dazugeben.

Alle Kümmel helfen verdauen und Kreuzkümmel wird in Indien, zusammen mit Fenchel- und Anissamen am Ende einer Mahlzeit gegessen. Manchmal werden sie auch bunt glasiert.

 

Kümmel

 

Wiesenkümmel

 

Kümmel wird auch echter Kümmel oder Wiesenkümmel genannt. Er ist ein sehr altes Gewürz und wurde schon 3000 v. Chr. verwendet. Er würzt vor alle europäische Gerichte, zum Beispiel Sauerkraut, Rotkraut, Kutteln oder verschiedene Käse. Vom Geschmack her ähnelt er dem Fenchel oder Anis, was man vom Kreuzkümmel überhaupt nicht sagen kann.

Auch im Brot macht er sich gut, oder auf Blätterteig als Apéro-Gebäck. Kümmel wird auch für verschiedene Liköre gebraucht.

Wie der Kreuzkümmel hilft auch Kümmel verdauen und wird deshalb oft schwerverdaulichen Gerichten beigegeben, zum Beispiel allen Kohlarten oder fettigen Fleischgerichten.

 

Wiesenkümmel links, Kreuzkümmel rechts

 

 

Welcher Kümmel schmeckt dir besser?

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.